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Historie der Gemeinde Unterdießen

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Im Wolkenschnitt schräglinks geteilt von blau und gold; oben eine goldene Mitra, unten eine schräglinks geteilte schwarze Lanze. Die drei zur Gemeinde Unterdiessen zusammengefassten Gemeindeteile.
Den namengebenden Ort präsentiert dabei das überlieferte Siegelbild mit dem Wolkenschnitt der Herren von Dießen aus dem 15. Jahrhundert. Die beiden Wappenfiguren beziehen sich auf die Kirchenheiligen der beiden Orte. Auf die dem hl. Gangwolf geweihte Kirche in Dornstetten weist die Lanze hin. Die Bischofsmütze auf den hl. Rupert der Ortskirche Oberdiessen.

Die Gemeinde Unterdießen liegt auf einer ca. 2 km breiten Schotterterrasse westlich des Lechs und wird im Osten von einem Altmoränenzug begrenzt. Durch die Gemeinde fließt der Wiesbach und gibt ihr durch seine schönen Grünstreifen entlang der Ufer einen malerischen Charakter.
Schon zur Römerzeit 50 n. Chr. zog die Via Claudia als erste Römerstraße von Füssen kommend durch das Dorf in Richtung Augsburg. Entlang der Straße und des Lechs bauten die römischen Legionäre ihre ersten Siedlungen. Aus dieser Zeit berichten Münzen und Scherben, während die erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1126 stammt.


Die Herren von Diezzen gaben dem Dorf ihren Namen. Der Name Diezzen stammt entweder vom althochdeutschen Diuzan = von einem erhebenden Berg, oder vom mittelhochdeutschen Tosen und bezeichnet somit den Ort an einen tosenden Bach. Das Stammwappen der Diezzen zeigt den Schild golden, schräg gezinnt, das Grundlage für das heutige Gemeindewappen war.
Über dem Ort erhebt sich das Schloß Unterdießen, dessen heutiger Bau erst im späten Mittelalter (1589) durch das Geschlecht der Freyberg errichtet wurde.
Das Ortsbild wird von den drei Kirchen in den drei Ortsteilen geprägt: St. Nikolaus (18. Jh) in Unterdießen, St. Rupert (15. Jh) in Oberdießen und St. Gangwolf (15. Jh) in Dornstetten. Auch zahlreiche alte Profanbauten bestimmen den Charakter des Ortes (z.B. Alte Mühle in Dornstetten (1611), Schulhaus Oberdießen (1857).


Die politische Gemeinde Unterdießen in der heutigen Form entstand 1972 mit der Zusammenlegung von Unterdießen und Oberdießen. Mit zur Gemeinde gehört der Ortsteil Dornstetten, der bis 1926 eine selbständige Gemeinde war.
Die heutige Gemeinde umfaßt eine Gesamtfläche von 12.270 ha und hat ca. 1.300 Einwohner. Die Gemeinde Unterdießen liegt an der westlichen Grenze des Landkreises Landsberg und ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Fuchstal mit Sitz in Leeder. Der Gemeinderat Unterdießen hat 12 Mitglieder. Erster Bürgermeister ist Alexander Enthofer.
Unterdießen ist eine ländliche Gemeinde in der allerdings die Landwirtschaft entsprechend der allgemeinen Tendenz in Deutschland immer mehr zurückgeht. Derzeit existieren nur noch 14 Betriebe, die ihre Landwirtschaft voll betreiben.
Die Infrastruktur ist sehr gut. Mit mehreren Einzelhandelsgeschäften, einer Bank und einer Postagentur kann der tägliche Bedarf der Einwohner in der Gemeinde weitgehend abgedeckt werden. Zahlreiche Handwerks- und Gewerbebetriebe unterschiedlichster Art beleben den Ort. Für das leibliche Wohl wird in vier Gastwirtschaften gesorgt.


In Unterdießen gibt es einen neu erbauten Kindergarten mit zwei Gruppen. Schulmäßig gehört die Gemeinde zum Schulverband Fuchstal, wobei im alten Schulgebäude Unterdießen mit seinem schönen Wiesenpausenplatz noch zwei Klassen unterrichtet werden. Zu den weiterführenden Schulen in Landsberg, Schongau, Buchloe und Kaufbeuren besteht Busverbindung.
Das kulturelle Leben von Unterdießen ist stark von den zahlreichen Vereinen bestimmt, die durch ihre vielfältigen Angebote viel Abwechslung bieten. Eine Besonderheit ist das Malura Museum in Oberdießen, das das Lebenswerk Oswald Maluras zeigt und abwechselnd Ausstellungen zeitgenössischer Künstler bietet.
Unterdießen hat eine große Mehrzweckhalle, in der Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen abgehalten werden können. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Gemeinschaftsräume, die den Jugendgruppen, Senioren und für sonstige Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Eine Kegelbahn und zwei Schießanlagen sind vorhanden. Ein eigener Sportplatz und ein Tennisplatz bieten ausreichend Gelegenheit zur sportlichen Betätigung in der herrlichen Landschaft. Die Lechauen und Wälder am Ortsrand als Erholungsgebiete laden zu wunderschönen Spaziergängen ein. Die Nähe zu den oberbayerischen Seen, dem Voralpenland und dem Allgäu erhöhen den Freizeitwert der Gemeinde.

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